75 Jahre Lindtner

Eine Geschichte der besonderen Art

Am 1. August 2014 feierte die weit über Hamburgs, Deutschlands und Europas Grenzen hinaus bekannte gastronomische Institution ihr 75-jähriges Bestehen.

Ein denkwürdiges Jubiläum, denn nicht allein die magische Zahl 75 gab Anlass zum Feiern, vor allem das Werden und Wachsen dieses Familienbetriebs ist eine Geschichte der besonderen Art.

15. August 1939

Am 15. August 1939 eröffneten die frisch getrauten Eheleute Hermann und Alwine Lindtner eine Konditorei am Meßberg in der Hamburger Innenstadt. Das Geschäft schlug ein bei den Hamburgern - bis 1943 die Bomben ins Geschäft einschlugen.

Das Ehepaar konnte sich aus dem brennenden Hamburg retten, die Konditorei samt Backstube und Inventar war verloren.

Den Neuanfang nach dem Krieg

Den Neuanfang nach dem Krieg starten die beiden im Hamburger Stadtteil Eppendorf, in der Eppendorfer Landstraße.

Ein Café im klassischen Stil sollte es sein, in Ausstattung und Qualität, eine Konditorei der Spitzenklasse.

Das hat sich bis heute erhalten. Einzigartig! Denn stetige Modernisierung im technischen Bereich und behutsame Anpassung an die Bedürfnisse von heute haben dem Charme der Gasträume und dem Zuspruch durch Jung und Alt nie Abbruch getan.

1949 - Einen großen Schritt

Einen großen Schritt in die Zukunft wagte das Gründer-Ehepaar 1949 mit dem Aufbau des Hotelrestaurants Lindtner im Harburg-Heimfeld. Genau 99 Tage vergingen von der Grundsteinlegung bis zur Eröffnung.

Drei Töchter, Heidrun, Brunhild und Korri, die heute gemeinsam die Geschäfte führen, waren inzwischen geboren. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten strömten die Harburger in das Haus an den Schwarzen Bergen, vergnügten sich bei Speis und Trank, Musik und Tanz. Mädchen und Jungen feierten hier im Großen Saal ihre Abtanzbälle.

Für Abiturfeste, Hochzeitsfeiern und Jubiläen ist Das Lindtner seit jeher eine gefragte Adresse. Die Harburger Schützengilde von 1528 hat hier ihren Stammsitz.

Vielen Gästen ist das Haus mit seiner nach wie vor privaten Atmosphäre zur zweiten Heimat geworden.

1992

Der nächste große Schritt wurde mit einer tiefgreifenden Entscheidung eingeleitet - die Zeit verlangte nach Modernisierung, Ausbau oder Neubau? Man wählte die radikale Lösung: Neubau - und das gehört zu den Einmaligkeiten - bei laufendem Betrieb.

1992 begannen die Abriss- und Bauarbeiten. Erhalten blieb im Wesentlichen nur der bis zu 700 Gästen Platz bietende Große Festsaal. Im Laufe der nächsten zwei Jahre „verwandelte“ sich das Hotel in ein viergeschossiges, an den Bauhausstil angelehntes Gebäude mit deutlich mehr als 100 Zimmern und Suiten. Die Zahl der lichtdurchfluteten Säle, Fest- und Tagungsräume vervielfachte sich.

Neue Restaurants kamen hinzu, die Außenanlagen, Garten und Parkplätze wurden unter Berücksichtigung des alten Baumbestandes neu gestaltet.

Seit vielen Jahren beeindrucken die im ganzen Haus präsenten Bilder des Künstlers Wladimir Kamendy die Gäste. Hotel und Küche haben längst höchstes Niveau erklommen - das Publikum ist international.

2007

Sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben, ist Lindtners Sache nicht.

Der Entschluss, das Haus abermals zu erweitern, war jetzt fast schon Routine. Mehr Platz für Tagungen, Ausstellungen und Empfänge musste geschaffen werden.

2007 begann der Anbau des Flügelsaals, ausgestattet mit modernster Mediatechnik - und Rundumblick ins Freie. Mit der Erweiterung einher ging die Vergrößerung der ohnehin riesigen Eingangshalle.

Eine Kaminlounge kam hinzu, weitere Suiten entstanden und über allem thront ein Spa, das dem Körper Erholung bringt und der Seele Ruhe.

über 75 Jahre Lindtner - eine Geschichte der besonderen Art.